Pünktlich 5:00 Uhr sass ich im Berlinbus vom Dresdner Hauptbahnhof nach Berlin Tegel. Unsere Ankunft am Flughafen verspätete sich ein wenig aufgrund schlechten Wetters. Aber mir war das Wetter in Deutschland mittlerweile völlig egal. Auf dem Flughafen Tegel hieß es sich erst einmal orientieren, nachdem ich den Schalter gefunden hatte, hieß es Schlange stehen. Doch schnell bemerkte ich, dass ei paar Leute vor mir den gleichen Reisegrund verfolgten, der Interair Gepäckanhänger hatte Sie verraten. Nach ein paar Fragen zu meinem Gepäck erfolgte auch schon der Check-In, mit einer länger Wartezeit beim Bundesgrenzschutz wegen technischer Probleme. Der Flug mit Delta Airlines war völlig in Ordnung aber halt typisch amerikanisch. Es begann mit Pasta oder Chicken, gefolgt von Icecream und Pizza. Am Start verkündetet der Pilot eine Reisezeit von irgendwas um die 8 Stunden, also rechnete ich mir noch Chancen aus, am Trainslauf am Nachmittag teilnehmen zu können.


Die Einreisekontrolle gestaltete sich als problemlos, auch wenn man hier wieder lange Schlangen in Kauf nehmen musste. Ein paar Fragen vom Einreisebeamten, der sehr freundlich war und schon ging es das Gepäck abholen. Am Ausgang konnte man die Interair Flagge nicht übersehen und schon war das Ziel etwas näher. Unsere Abreise vom Flughafen verspätete sich ein wenig, dafür entschädigte aber der beginnende Sonnenuntergang über Manhattan. Sebastian, ein Reiseleiter von Interair, informierte uns noch über einige wichtige Sachen und setzte uns dann an unseren Hotels ab. Ich war im Marriott „Residence Inn Times Square“ untergebracht, was sich als absoluter Glücksgriff erwies. Der Check-In erfolgte zügig und ab ging es in den 20. Stock. Die 1-Zimmer-Suite war unerwartet groß und mit einer fast kompletten Küche ausgestattet. Der große Kühlschrank würde mich die kommenden Nächte noch so manchmal beim Schlafen hintern. Gut, aber nun hatte ich erstmal Hunger und wollte noch etwas sehen. Ich beschloss meine Kamera zu schnappen und ab ging es zum Empire State Building, was keine 500m entfernt war. Der Eingang ist für Besucher von außen gar nicht so einfach zu erkennen, aber am besten folgt man einfach der Menschentraube. Der Eintritt von 19$ war schnell bezahlt und auf ging es zur Aussichtsplattform in der 83. Etage. Um dahin zu kommen, wurde man jedoch erstmal quer durch‘s ganze Haus geschickt - angefangen von Sicherheitskontrollen bis hin zu weiteren Souvenierläden. Die letzten Meter zur Plattform nahm ich zu Fuss, da es vor dem zweiten Fahrstuhl eine Warteschlange von ca. 20 min gab, um die restlichen 8 Etagen zu überwinden. Der Ausblick vom Empire State Building ist einfach überragend und man kann die Dimensionen von New York nur grob erahnen. Ich drehte dort oben meine Runden und machte hier und da ein paar Fotos, aber der kalte Wind hat mich dann doch wieder zurück ins Hotel getrieben. Unterwegs hielt ich bei einem der Deli`s die Sebastian uns empfahl, um mir mein Abendessen aus Reis, Fisch und einem fertigen Obstsalat zusammen zu stellen. Natürlich hatte ich mich auch gleich noch mit Müsli und Milch versorgt, da mir das amerikanische Essen während meines Trainings zu nährstoffarm erschien.

30. Oktober - Anreise

31. Oktober - Marathon-Messe und Sightseeing


Einen Wecker musste ich mir nicht stellen, denn ich war schon 4 Uhr (d.h. 10 Uhr deutscher Zeit) wach. Ab da war es ein ständiges Wechselspiel zwischen Fernsehen und Halbschlaf. So war ich doch recht zeitig beim Frühstück und tat meinem Körper was Gutes. Unser erster Tagespunkt begann um 9 Uhr, unser gemeinsames Treffen in der Lobby für den Walk zur Marathon Expo. Unser Reisebegleiter war der erfahrene Läufer Ulli Sauer, über dessen Webseite ich mich schon im Vorfeld über den New York Marathon informierte. Die EXPO öffnet offiziell erst um 10 Uhr seine Pforten, macht aber bereits früher auf, sodass wir nicht einmal die Ersten waren, als wir 9.30 Uhr eintrafen. Nun hieß es die Registration Card und den Pass vorzeigen. Der ältere Mann hinter dem Schalter kontrollierte meine Dokumente und erzählte mir dann, dass er vor vielen Jahren auch schon einmal in Dresden war. Ist die Welt nicht klein? Danach ging es zum Abholen der Sachen für den Friendship Run, gefolgt von der Startnummerausgabe. Nach der Startnummer kontrollierte ich noch einmal mein Chip und zu meiner Erleichterung war alles damit in Ordnung. Am nächsten Punkt bekamen wir unsere Goodybags, ich entschloss mich für Größe L, wenn ich bisher auch die Erfahrung gemacht hatte, dass M oder manchmal auch S ausreichend gewesen wären (in Amerika ist M nicht gleich M und könnte bei uns eher eine XL sein). Als kleine Erinnerung kaufte ich mir im  offiziellen Marathonstore noch ein lang- und kurzärmeliges Funktionshirt.

Nach der Expo war nun Freizeit auf dem Plan und jeder ging allein zurück. Im Hotel angekommen legte ich mich noch einmal hin, da nun doch die Müdigkeit etwas durchkam. Nach etwas Entspannung und Erholung ging es dann zum Shoppen am Times Square, wo alt-bekannte Geschäfte wie Old Navy und Levis schon auf mich warteten. Am Abend ging es dann zum Pier 83, eine Strecke, die man locker zu Fuss erlaufen kann. Dort organisierte Interair einen großen Ausflugskahn. Vom Pier 83 ging es auf dem Wasser in Richtung Freiheitsstatue und vorbei am United Nations Gebäude. Während dieses Ausfluges hatten wir die Möglichkeit, uns wertvolle Tipps zum anstehenden Marathon von Herbert Steffny und Wolfgang Münzel zu holen. Nach der zweistündigen Sightseeingtour, die ich jedem Interair Reisenden nur empfehlen kann, ging es wieder zurück ins Hotel. Halloween war an diesem Abend allgegenwärtig - verkleidete New Yorker wohin das Auge blickte - ein Anblick, der für Europäer eher ungewohnt ist. Auf dem Heimweg machte ich wieder einmal Halt in einem Deli und versorgte mich mit den notwendigen Kohlenhydraten.

  1. 1.November - Continental Friendship Run


Wieder hatte ich eine eher kurze Nacht, da sich mein Körper nur langsam an die veränderten Zeitbedingungen gewöhnte. Also ging ich wieder zeitig zum Frühstück und bereitet alles für den Friendship Run an diesem Morgen vor. In der Lobby traf ich  Wolfgang Münzel und einige der anderen Mitläufer. Nachdem mir die deutsche Flagge noch auf die Wangen gemalt wurde, konnte es losgehen. Gemeinsam liefen wir geschlossen in einer Gruppe los. Aus allen Ecken stiessen weitere Läufer unterschiedlicher Nationalitäten zu uns und gingen den Weg mit uns weiter. Kurz vor uns kam dann eine Reisegruppe eines anderen Reiseveranstalters zusammen. Einer der Teilnehmer trug ein rotes Funktionsshirt „Coach Baumann“, ja es war Dieter Baumann. Von hinten klopfte mir jemand auf meine Schulter „ Ist das der Baumann?“ und ein Anderer erwiderte „Ja, der mit der Zahnpasta“. Der Platz vor der United Nations Plaza füllte sich zusehens und immer mehr Flaggen waren wurden sichtbar. Eine Band versuchte die Stimmung bis zum Start etwas zu erheitern, mit Erfolg. Nach kurzen Ansprachen begann man die einzelnen Nationen aufzurufen. Ja, bei „Germany“ fingen wir alle an ganz laut zu rufen und aufgrund des langen Platzes und der vielen Deutschen, verteilt entlang der ganzen Straße, halte es schön wieder zurück - Gänsehautgefühl pur! Und dann ging es endlich los...

Ich lief nur bis zur 6. Avenue und bog in der Nähe meines Hotels ab, um mich noch etwas vor dem großen Ereignis zu schonen. Im Hotel angekommen, legte ich mich für ein kurzes Nickerchen ins Bett, denn um 13 Uhr stand eine organisierte Sightseeingtour mit dem Bus von Interair an. Das kam mir sehr gelegen, denn so konnte ich meine Beine noch etwas schonen. So wie ich mich kenne, hätte ich ansonsten New York und seine  vielen Sehenswürdigkeiten auch zu Fuss erkundet und hätte am Abend schmerzende Füsse und schwere Beine gehabt. Im Bus nahmen wir zum ersten Mal die Steigungen vom Central Park war, ich glaube, die hatten wir alle etwas unterschätzt. Nach der vierstündigen Tour versorgte ich mich wieder im Deli mit den notwendigen Kohlenhydraten und lies den Abend ruhig ausklingen und bereitete alles für den kommenden Tag vor.


Wir wurden mit zwei Mitteilungen an das Stellen der Uhren auf Winterzeit erinnert. Da mir meine letzten Nächte nicht ganz so geheuer waren und ich nur wenig geschlafen hatte,  wollte ich auf Nummer sicher gehen und stellte mir auch zusätzlich zu meinem Handy noch den Radiowecker am Bett und programmierte einen Weckruf. Sicher ist sicher!

2. November - Race Day


Punkt 3.15 Uhr klingelte das Telefon, natürlich hatte man die Telefonanlage nicht umgestellt, deshalb hieß es wieder zurück ins Bett. So richtig schlafen konnte ich aber auch nicht mehr und schaute daher Kabel-TV. Doch dann war es endlich 4.15 Uhr und ich fing an mich für den Tag fit zu machen. Da wir mehrfach vor den Wartezeiten am Fahrstuhl gewarnt wurden, entschloss ich mich, bereits 5.20 Uhr nach unten zu fahren. Wie erwartet musste ich warten und war 5.30 Uhr endlich am Ziel, die Lobby, wo Ulli Sauer schon auf uns wartete. Unser Bus stand bereit, es konnte also losgehen. Doch dann klingelte das Handy von Ulli und wir musste noch Läufer außerplanmäßig aus einem anderen Hotel abholen, denn dort war der Bus wegen Motorschaden ausgefallen. Aber dann ging es endlich los, einmal quer durch Manhattan. Als wir eine Avenue, ich weiss nicht mehr genau welche, passierten, standen dort Busse auf vier Fahrbahnen bis zum Horizont. So langsam konnte man das Ausmaß dieser Laufveranstaltung erkennen. Wir reihten uns in eine Schlange von Busen und fuhren in einet langen Kolonne zur Verazano Bridge. Gespannt schauten wir auf die Uhr im Bus, die uns sagte, dass die Brücke bereits in 4 Minuten geschlossen würde. Aber zum Glück nehmen es die Amerikaner ja nicht so ernst mit der Pünktlichkeit ;-). Ulli verteilte kurz vor dem Ziel noch die Plastiküberzüge, die uns vor dem Auskühlen schützen sollten. Eine super Idee bei den niedrigen Temperaturen an diesem Novembermorgen.

Angekommen an der Verazano Bridge passierten wir die Mautstation, auf der zwei New Yorker Polizisten wie in einem Actionfilm das Treiben beobachteten. Nach dem Vorzeigen der Startnummer wurde uns Einlass in den Bereich gewährt - jedoch glaube ich, dass es auch eine nicht unbeachtliche Anzahl von nicht registrierten Mitläufern bei dem Event gibt. Das Gelände an der Verazano Bridge ist nicht gerade klein und war in drei Farben (orange, green, blue) unterteilt. Ich schaute mich erst einmal an der Information um, und versuchte, meine Laufgefährtin Elisabeth (Betty) zu finden. Leider war sie nicht mehr da und so ging ich in den Bereich meiner Farbe „Orange“ direkt an der Brücke. Meine Sitzunterlage hatte ich mir bereits aus Deutschland mitgebracht und so saß ich an einer windgeschützten Stelle, aber kalt war es dennoch. So Mancher verbrachte die Zeit im Schlafsack oder Ganzkörperkarton. Jedoch verging die Zeit sehr schnell, ich aß meine zwei Bananen, das mitgebrachte Müsli habe ich nicht runter bekommen, die Aufregung war nun doch zu groß. Das angebotene Frühstück hat mich nicht so interessiert und um   9 Uhr entschloss ich mich, meinen Gepäckbeutel in einem der nummerierten Trucks abzugeben - Wartezeiten gab es hier nicht. Helfer knoteten mein Goodybag extra zu und schon war der Beutel auch weg. Ich entschloss mich noch ein Bild vor dem Marathon machen zu lassen, denn dazu gab es in jedem Startbereich ein Photopoint mit mehreren Fotografen mit einer blau bedruckten Leinwand. Im Anschluß ging es dann aber ab zum Startbereich, vorbei an der Bühne mit der Band, die versucht ein wenig Stimmung zu machen. Den Eingang zum Startbereich hatte ich schnell gefunden, jedoch hieß es mal wieder warten, aber dann ging alles sehr schnell und wir konnten in den Startkorridor treten. Ein paar Minuten später gingen die Helfer beiseite und wir konnten zur Brücke gehen. Es war wie auf den Bildern, die man schon kannte, ein Korridor aus Bussen bis zum eigentlichen Startbereich. Jeder Läufer entledigte sich nun von seinen mitgebrachten Klamotten und legte diese irgendwo hin. Und da standen wir nun auf der Brücke und  „New York, New York“ ertönte - erneutes Gänsehautgefühl! Es geht los, überall fliegen nun Klamotten durch die Luft, man singt mit und bewegt sich langsam vorwärts. Die Stimmung ist einfach unbeschreiblich, wenn mehrere tausend Menschen ein Lied gemeinsam mitsingen und das gleiche Ziel verfolgen...

Mein Start erfolgte auf dem oberen Teil der Brücke, ich musste mich zügeln. In diesem Moment fiel mir auch auf, dass ich das Band mit den Zeiten noch in der Jacke hatte, die nun mit dem UPS-Truck auf dem Weg zum Ziel war. Also musste es ohne gehen! Wenn man nach links schaute, konnte man etwas weiter hinten Manhattan erkennen, dort war das Ziel. „Ein ganz schönes Stück“ dachte ich mir. Sowie man von der Brücke runterkam , standen schon die ersten Menschen, die uns beklatschten und zujubelten. Ich kann mich noch zu gut an das erste kleine Mädchen erinnern, das „Ronny, you got it“ rief und mir symbolisch den Daumen nach oben zeigte. Das war der Moment, andem ich mir dachte , man kann alles erreichen, wenn man nur will. Immer wieder musste ich mein Tempo reduzieren und lief meine 11 min/mile. Auf der gesamten Strecke sorgten viele Bands und Straßenmusiker für gute Musik und Stimmung. Die Menschen an der Straße feuerten einfach jeden an. Selbst die Polizisten, die an jeder Ecke standen, feuerten einen an. Manche Läufer hielten und macht Bilder mit paar Feuerwehrmännern oder Passanten die etwas schräg aussahen.

Die Getränkeversorgung war super, und immer auf beiden Straßenseiten. Zuerst konnte man sich mit Gatorade und dann mit Wasser stärken. Mir war Gatorade teilweise zu süss, sodass ich zeitweise nur Wasser trank. Nach Meile 13 begann ich mein Tempo wie geplant zu steigern und lief 9,30 min/mile.


Die erste Brücke war die Pulaski Bridge, die meiner Meinung nach die wenigsten Probleme bereitete. Ein paar Meilen später kam die Queensboro Bridge mit einem langen Anstieg. Nach einigen hundert Metern auf der Brücke gab es den ersten ärztlichen Notfall, doch viele Läufer waren bereits zur Stelle und leisteten Erste Hilfe. Kurze Zeit später sahen wir schon den Rettungswagen in Richtung des auf dem Boden liegenden Läufers fahren. Ich glaube, wirklich Jeder zeigte mit seinen Armen in die Richtung des Verletzten...was für ein Zugehörigkeitsgefühl!

aber es musste weitergehen und es folgte der Abstieg, der mir mehr Probleme bereitete als der Anstieg. Da standen auf einmal so viele Menschen und jubelten jedem einzelnen Läufer zu - Adrenalin pur. Dann bogen wir in die 1st Avenue, die man uns als Nervenkiller beschrieb. Der Teil auf der 1st Avenue geht fast 4 Meilen nur gerade aus und ist etwas wellig. Nach jeder Welle denkt man, es hat ein Ende, aber da ist noch lange keine Ende in Sicht ;-). Bis Meile 18 hat die 1st Avenue mir keine Probleme bereitet, aber dann bekam ich plötzlich Schmerzen in beiden Knien. So entschloss ich mich, das Tempo zu drosseln, um die Knie zu schonen. Mit der Ausdauer hatte ich keine Probleme, doch jedes Mal, wenn ich wieder versuchte schneller zu laufen, kamen die Schmerzen erneut auf. Ich entschied mich daher, bis auf Weiteres das Tempo zu halten. Als wir dann in Manhattan einliefen, ging alles etwas einfacher. Meile 22 - am Marcus Garvey Memorial Park vorbei und dann kam mir die Strecke vom Sightseeing vom Vortag bekannt vor.

Immer entlang der blauen Linie und hunderte von jubelnden Leute an der Straße, das war ein Feeling. Nun folgte der Anstieg zum Central Park, dem wir schon am Vortag mit Respekt begegneten. Doch dann bogen wir in den Central Park ein und jetzt wollte ich unbedingt noch einmal Tempo machen, aber da waren sie wieder, die Schmerzen. Vor mir tauchte das „Plaza“ auf und kurzzeitig war ich bei „Kevin, allein in New York“.


Das Schild mit der letzten Meile erschien und ein kleiner Adrenalinschub ging durch meinen Körper und ich zog mit dem Tempo an. Anfangs waren die Schmerzen nicht zu spüren, aber dann holten sie mich wieder ein - aber egal das Ziel war zum Greifen nah...

Mit dem Zieleinlauf war es geschafft und die ein oder andere Träne lief mir die Wangen hinunter. Ich habe den New York City Marathon 2008 gefinished, meine Uhr zeigte mir eine Zeit von 5:16:55 Stunden an, was letztendlich auch der offiziellen Zeit entsprach.


Meine Wunschzeit war es zwar nicht, aber 26,2 Meilen waren geschafft und auf einigen Shirts konnte man „26.2 miles to hell and back“ lesen.

Dann bekamen wir eine Medaille und weiter ging es Richtung Auslaufzone. Wir bekamen eine Folie um den Körper geschlungen und eine weitere Person klebte das vorne mit Klebeband zu. Doch da war er, der Stau im Zielbereich. Die Auslaufzone war einfach zu eng und zeitweise ging so gut wie gar nichts. Mittlerweile war es auch echt kalt und leicht windig geworden, so freute ich mich auch, als es dann endlich schneller vorwärts ging. Da war mein UPS Truck und mein Goodybag wurde mir schnell überreicht. Schnell zog ich mir meine Jacke und Handschuhe an, um der Kälte etwas entgegen zu setzen. Ich begab mich also zum Ausgang an der 77th Street und hoffte auf ein Taxi in der Nähe. Jedoch waren alle Taxis belegt oder steckten auch im Stau fest. So entschloss ich mich doch die Metro zu nehmen. Ich war gerade dabei, mir meine zwei Dollar aus der Jacke zu suchen, als ein Mann am Eingang schrie „Marathoners this way, its free“. Schon war ich im Bahnhof, noch einmal umsteigen am Columbus Circle und dann schon fast zu Hause im Hotel. Als ich am Hotel war, nutze ich gleich noch die Chance und ging mir im Deli was zum Essen zu holen. Man gratulierte mir sowohl an der Theke als auch an der Kasse. Selbst im Hotel wurde einem gratuliert. Ich entschloss mich den Abend in Ruhe ausklingen zu lassen. Ich hatte ja immerhin den New York Marathon geschafft...


Fazit: 


Es war ein gut organisiertes Event mit einer unbeschreiblichen Stimmung. Das Ganze war leider nicht ganz billig, aber es war jeden Euro Wert!


Vielen Dank an alle, die mich bei diesem Vorhaben unterstützt haben und ganz besonders meiner Freundin Kristina


...2010...we will see

Laufbericht von Ronny Lindenau

New York City Marathon 2008